Benedictus Krankenhaus Tutzing GmbH & Co. KG
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Allgemeine Innere

Das diagnostische und therapeutische Spektrum der Abteilung für Innere Medizin deckt sämtliche Teilbereiche der Inneren Medizin im Rahmen der Grund- und Regelversorgung ab. Als Chefarzt der Abteilung verfügt Prof. Dr. Hans Paul Schobel über die volle Weiterbildungsbefugnis im Gebiet "Innere Medizin". Hervorzuheben sind vor allem folgende Gebiete:
  • Herz-, Kreislauferkrankungen
  • Nieren- und Hochdruckkrankheiten
  • Magen-, Darm- und Stoffwechselerkrankungen
  • Diabetologie und Endokrinologie
  • Internist. Intensivmedizin

Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Im Bereich der Herz- und Kreislauferkrankungen geht es um die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der
  • Herzkranzgefäße (KHK, akutes Koronarsyndrom, Herzinfarkt)
  • des Herzmuskels (Herzinsuffizienz, Myocarditis)
  • des Herzrhythmus (z.B. Vorhofflimmern)
  • der Herzklappen
  • der Kreislauf-/Blutdruckregulation (arterielle Hypertonie, Schwindel- und Kollapsneigung)

Hierfür stehen zur Verfügung:
  • Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG
  • 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • Herzultraschall (Echokardiographie) inkl. Farbdoppler, CW/PW-Doppler
  • Transösophagealer Herzultraschall (TEE) mittels multiplaner Sonde
  • Rechtsherzkatheterdiagnostik zur Messung des Herzminutenvolumens und der Druckwerte im Lungenkreislauf
  • Ultraschallgeräte
  • Herzschrittmacherimplantation

Herz- und Kreislauferkrankungen führen die Todesursachen-Statistik an. Die wichtigsten Risikofaktoren sind hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen und Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus), die auf lange Sicht bei nicht- oder unzureichender Behandlung zu Herzinfarkt, Schlaganfall, peripheren Gefäßverschlüssen mit Amputationen und Nierenversagen führen können.
Mit unseren modernen Untersuchungsverfahren können wir in Kooperation mit der Abteilung für Angiologie und Phlebologie bereits Frühstadien dieser Erkrankungen feststellen und rechtzeitig die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten. Für schwerere und schwerste Krankheitszustände wie z.B. Herzinfarkt sind sämtliche gängige Akuttherapieverfahren etabliert. In Zusammenarbeit mit ausgewählten Spezialkliniken in München werden diagnostische und therapeutische Herzkatheteruntersuchungen sowie elektrophysiologische Spezialuntersuchungen zur Arrhythmiediagnostik durchgeführt. Falls notwendig werden durch unsere chirurgische Abteilung die gängigen Schrittmacher (Ein- und Zweikammersysteme) implantiert. Die ambulante Nachsorge der Aggregate erfolgt in Zusammenarbeit mit erfahrenen niedergelassenen Kardiologen.
Bei einem frischen Schlaganfall können wir - ebenfalls in Kooperation mit der Abteilung für Angiologie und Phlebologie - jederzeit und sofort eine adäquate Diagnostik und Therapie einleiten - in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Neurologen aus unserem Hause, in Verbindung mit einer Rund-um-die-Uhr CT-Bereitschaft und einer konsiliarischen Anbindung an die neurologischen Abteilungen des Krankenhauses München-Harlaching sowie des Universitätsklinikums Großhadern.

Nieren- und Hochdruckkrankheiten
Auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten stehen folgende Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung:
  • 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • mikroskopische Beurteilung des Urinsediments und andere spezialisierte laborchemische, radiologische und nuklearmedizinische Nieren-Funktionsprüfungen
  • Ultraschall der Nieren und ableitenden Harnwege
  • Nierengefäßultraschall an Eigen- und Transplantatnieren mittels Farbdoppler und Duplex inkl. Diagnostik von Nierenarterienstenosen
  • Shuntduplexsonographie
  • Nierenbiopsie
  • Nierentransplantationsvorbereitung und -Nachsorge

Eine Nierenerkrankung sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden um die Notwendigkeit einer Dialyse hinauszuzögern oder ganz zu vermeiden. Angefangen bei einer hochspezialisierten Urindiagnostik bis hin zur Gewinnung einer Nierengewebsprobe zur Diagnosesicherung wird in unserem Haus das komplette Diagnostikspektrum angeboten. Die je nach Grunderkrankung zum Teil komplizierten Therapien können nach stationärer Einleitung ambulant durch erfahrene Nephrologen bei uns weiter (mit)betreut werden.

Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass viele Erkrankungen mit einer Nierenbeteiligung einhergehen und bei sonst oftmals unklarer Symptomatik die exakte Diagnose nicht selten erst durch eine Nierenbiopsie gestellt werden kann.

Um auch Notfälle optimal behandeln zu können, besteht eine ganztägige nephrologische Bereitschaft. Diese stellt auch im Akutfall zusammen mit unserem Fachpersonal jederzeit eine Dialyse sicher.

Patienten mit chronischem Nierenversagen werden in dem uns angeschlossenen KfH-Nierenzentrum unter Einsatz modernster Geräte und aller verfügbaren Dialyseverfahren versorgt. Die medizinische Dialysequalität wird im Rahmen eines deutschlandweit einmaligen Projektes (QiN = Qualität in der Nephrologie) kontinuierlich überprüft und gemäß internationaler Standards fortlaufend weiterentwickelt. Für eine Nieren- oder auch Nieren-/Pankreastransplantation geeignete Patienten werden durch uns diagnostiziert und in Zusammenarbeit mit den Transplantationszentren am Klinikum rechts der Isar und Großhadern für die Operation vorbereitet. Die postoperative Nachbehandlung findet in unserer nephrologischen Ambulanz statt.

Die Spezialdiagnostik von organisch bedingten Bluthochdruckformen und die Therapie des schwer einstellbaren Bluthochdrucks sind der zweite Schwerpunkt dieses Teilbereichs der Allgemeinen Inneren Medizin. Ursächlich für diese Erkrankung sind v.a. Erkrankungen der Nieren, Nierenarterien oder Nebennieren, die mittels modernster diagnostischer Verfahren erkannt und entsprechend behandelt werden.

Der Chefarzt der Abeilung für Innere Medizin, Prof. Dr. Hans-Paul Schobel, ist zugleich Ärztlicher Leiter des angeschlossenen KfH-Nierenzentrums. Er ist für das Teilgebiet Nephrologie (Nieren- und Hochdruckkrankheiten) weiterbildungsberechtigt und Mitglied der Prüfungskommission der Bayerischen Landesärztekammer für Nephrologie. Außerdem ist er Mitglied der Deutschen Hochdruckliga und verfügt über die von dieser Gesellschaft verliehene Zusatzbezeichung "Hypertensiologe" und ist als "European Specialist" von der Europäischen Hochdruckgesellschaft anerkannt.

Magen-, Darm- und Stoffwechselerkrankungen (Gastroenterologie)
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Gallenblase und -wege sowie der Bauchspeicheldrüsen werden unter dem Schwerpunkt "Gastroenterologie" zusammengefasst. Fachlich zuständig für diesen Bereich ist Oberarzt Dr. med. Martin Walz, Internist und Gastroenterologe.

Hierbei ermöglichen heute unterschiedliche Ultraschallverfahren (Sonographie) und die Endoskopie (Magen- und Darmspiegelung) eine Vielzahl gastroenterologischer Erkrankungen schonend zu erkennen und zu behandeln.

Ebenfalls ist es heute mittels der Endoskopie möglich, unter schlaffördernden Medikamenten, die den Patienten während der Untersuchung in einen Schlafzustand versetzen, den gesamten Magen-Darm-Trakt nicht nur einzusehen, sondern auch durch das Endoskop therapeutische Interventionen durchzuführen. So ist z.B. die Blutstillung im Magen oder Darm, die Entfernung von Polypen oder eines kleinen Tumors, die Aufdehnung von Engstellen oder die Unterbindung von Krampfadern mittels Endoskop ohne Bauchschnitt möglich.

Durch die Einsicht der in den Zwölffingerdarm mündenden Gangsysteme von Galle und Bauchspeicheldrüse gelingt mit dem Endoskop auch ein natürlicher schonender Zugang zu den Gallen- und Bauchspeicheldrüsengängen. Dies ermöglicht uns über das Endoskop, beispielsweise Gallen- oder Pankreasgangsteine zu entfernen oder auch eine innere Drainage des Gallen- oder Bauchspeicheldrüsenganges zu platzieren. Ein weiteres Beispiel der heute möglichen endoskopischen Behandlungsverfahren ist die Platzierung einer Ernährungssonde durch die Bauchdecke in den Magen oder Darm.

Neben dem Ultraschall und der Endoskopie stehen eine Vielzahl labortechnischer Untersuchungen, z.B. von Gewebsproben, Blut und Stuhl, radiologische Verfahren sowie so genannte funktionsdiagnostische Verfahren zur Verfügung, um der Ursache von Erkrankungen auf die Spur zu kommen.

Im Benedictus Krankenhaus Tutzing werden Sie von Anfang an interdisziplinär sowohl durch die internistische Gastroenterologie sowie die Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) betreut. So kann aus unterschiedlichen Fachrichtungen gemeinsam mit Ihnen rasch die bestmögliche, sicherste und schonendste Behandlung Ihrer Bauchbeschwerden erfolgen. Hierzu steht uns ein kompetentes Pflegeteam auf den Normalstationen (und bei komplexen Erkrankungen auf der Intensivstation) zur Seite, das Sie Ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend pflegt und betreut.

Folgende diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten stehen zur Verfügung:
  • Laborchemische, bakteriologische und immunologische Blut und Stuhluntersuchungen
  • Radiologische Kolontransitzeitbestimmung
  • Disaccaridase Aktivitätsbestimmung aus Dünndarmproben bei Zuckerunverträglichkeiten
  • Farb-Doppler-, Duplex-Sonographie und in Kooperation mit der Abteilung für Angiologie und Phlebologie Kontrastmittelsonographie
  • Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane
  • Kontrollierte ultraschallgestützte Organbiopsien und Drainagetherapie
  • Diagnostische und interventionelle Endoskopie: Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung (Gewebsprobenentnahme, Blutstillung, Oesophagusvarizenligatur, Polyp- und Frühkarzinomabtragung, Dilatation und Bougierung, Stentplatzierung, Anlage von Ernährungssonden (PEG, PEJ), APC-Anwendung)
  • Dickdarmspiegelung (Gewebsprobenentnahme, Blutstillung, Polyp- und Frühkarzinomabtragung, Dilatation, APC-Anwendung, Vorsorgekoloskopie)
  • Darstellung von Gallen und Bauchspeicheldrüsengang (Radiologische Darstellung der Gallen und Pankreasgänge, Gewebsprobenentnahme, Papillotomie, Steinextraktion, Dilatation, Stentplatzierung)
  • Enddarm- und Analkanalspiegelung (Gewebsprobenentnahme, Hämorrhoiden-Verödung und Ligatur)

Diabetologie und Endokrinologie
Auf unseren internistischen Stationen werden sämtliche modernen Diabetestherapien im Rahmen der Erst- oder Neueinstellung bzw. Therapieoptimierung bei Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus) angewendet. Die wichtigsten hormonellen Störungen wie Beeinträchtigungen der Schilddrüsenfunktion werden mit geeigneten diagnostischen Mitteln (Ultraschall, Szintigraphie, Speziallabor etc.) aufgespürt und entsprechend behandelt.

Notfall- und Intensivmedizin
In unserer Notaufnahme steht ein Schockraum zur Verfügung, in dem Notfallpatienten mit allen Methoden der Notfallmedizin behandelt werden können. Unsere interdisziplinäre Intensivstation verfügt über 6 Behandlungsplätze. Die zwei Einbett- und zwei Zweibettzimmer sind an eine zentrale Monitoranlage zur Arrhythmieüberwachung angeschlossen. Auf unserer Intensivstation werden sämtliche internistische und intensivmedizinische Notfälle sowie lebensbedrohliche Erkrankungen behandelt. Dazu gehören u.a. kardiale Notfälle (akutes Koronarsyndrom, Herzinfarkt, Lungenödem, Herzrhythmusstörungen etc.), Lungenerkrankungen (Pneumonie, ARDS, schwere Asthmaanfälle, Lungenembolie etc.), schwere Infektionen (Sepsis), endokrinologische Notfälle (schwere Über- oder Unterzuckerungen, schwere Schilddrüsen-Funktionsstörungen etc.) sowie Multiorganversagen. Außerdem werden regelmäßig neurologische Notfälle (Schlaganfall und Hirnblutung, Meningitis etc.) behandelt. Hierfür stehen alle modernen intensivmedizinischen invasiven und nichtinvasiven Techniken und Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das sind zum Beispiel:
  • Beatmungsgeräte
  • Bronchoskopie
  • Invasive Kreislaufüberwachung inkl. Rechtsherzkathetermonitoring und Picco-System
  • Herzschrittmachertherapie
  • Defibrillation und Kardioversion
  • Notfall-Endoskopie
  • Nierenersatztherapie

Unsere Ärzte nehmen regelmäßig am Notarztdienst teil. Hierfür ist an unserem Krankenhaus ein Notarztwagen und ein Rettungswagen mit ständig einsatzbereitem Team stationiert.


Kontakt

Prof. Dr. med. Hans Paul Schobel
Chefarzt Innere Medizin, Nephrologie

Sekretariat:
Frau Barbara Andree
Tel.:     08158-23-112
Fax:     08158-23-127
h.schobel@krankenhaus-tutzing.de
 
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